Traumazentrierte Beratung von Menschen mit geistiger Behinderung

Berufliche Weiterbildung für pädagogische Fachkräfte aus dem Bereich der Behindertenhilfe

Die Annahme eines „guten Grundes“ für die Entwicklung eines sogenannten Problemverhaltens unserer Klienten eröffnet uns neue  Sichtweisen und  Möglichkeiten einer hilfreichen Begleitung. Wenn das ungünstige Verhalten aus einem nicht verkrafteten Schrecken resultiert, können wir durch unser Verständnis der traumatischen Verarbeitung und gezielte stabilisierende Angebote helfen, verlorene Sicherheiten wiederherzustellen.

Die Weiterbildung besteht aus 8 Modulen, in denen Fachwissen mit zahlreichen praktischen Übungen kombiniert wird. Es werden Methoden und Techniken vorgestellt, wie wir den Menschen mit geistiger Behinderung aus seiner gefühlten Ohnmacht begleiten können. Wir werden uns sehr praxisorientiert auch mit zahlreichen Praxisbeispielen und Fragestellung aus den direkten Arbeitsumfeldern der Teilnehmenden dem Thema nähern und zunehmend Handlungssicherheit in der traumazentrierten Begleitung unserer Klienten gewinnen.

Modul 1:

  Die Wirkungsweisen eines traumatischen Ereignisses im Allgemeinen

   Traumatische Erfahrungen bei geistiger Behinderung

Modul 2:

  Der Ansatz der Salutogenese – Ressourcenorientierung mal anders

  Der salutogene Umgang mit uns selbst

  Salutogene Fallbetrachtung

Modul 3:

  Das erforderliche Setting – Über die inneren und äußeren Rahmenbedingungen der traumazentrierten Beratung

  Praktische Übungen und Fallbeispiele

 

Modul 4:

  „Wo bin ich hier eigentlich?“ –Von der Bedeutung des sicheren Ortes

  Praktische Übungen und Fallbeispiele

Modul 5:

  „Was heißt denn hier Behinderung?“ – Die Stärkung der Widerstandskräfte durch das  Verständnis von den eigenen Grenzen und Möglichkeiten

  Praktische Übungen und Fallbeispiele

Modul 6:

  „Ich hab´s im Griff“ – Über die Bedeutung des Gefühls von Kontrolle und Selbstwirksamkeit für die Distanzierung vom erlebten Schrecken

  Praktische Übungen und Fallbeispiele

Modul 7:

  „Alles kann an alles erinnern“ – Angst und Trauer als „Dauerbrenner“

  Von der besonderen Bedeutung „sinnlicher Systeme“ für Menschen mit geistiger Behinderung – Religiosität und Spiritualität als Kraftquelle

  Praktische Übungen und Fallbeispiele

 

Modul 8:

  Wenn alles nicht reicht – Grenzen der traumazentrierten Beratung

  Vorstellung spezifischer psychotherapeutischer Angebote

  Was hat schon gereicht – Vorstellung einzelner Begleitungserfolge der Teilnehmer, die sich ganz sicher in den vergangenen Monaten einstellen konnten!

 

 

Die Weiterbildung wird um einer lebendigen Gestaltung Willen von zwei Referentinnen aus unterschiedlichen Professionen geleitet:

Anne Bensberg, Traumaberaterin und Renate Paßmann, Theaterpädagogin

 

 

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